Mag. Peter Bono, Gründer von Art On Screen, spricht über SEO und Evergreen Content im Kunstbereich.
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Evergreen Content & SEO: 18 Jahre Digital Publishing Lehren

Vom Wiener Heurigen zu 6 Millionen YouTube-Aufrufen: Wie wird aus einer spontanen Idee beim Wein in Wien ein digitales Kunstmagazin mit weltweiter Reichweite? Seit über 25 Jahren im Digital-Medien-Bereich tätig – so quasi als Online-Pionier ziehe ich nach 18 Jahren Art On Screen schonungslos Bilanz – und zeige, warum SEO Evergreen Content teure Ads langfristig schlägt. Und warum generative KI die eigenen Web-Archive jetzt wertvoller macht als je zuvor.

Evergreen Content & SEO: 18 Jahre Digital Publishing – Praxisbeispiele, Learnings & nachhaltige Reichweite

Art On Screen begann nicht in einer Redaktion. Und auch nicht mit einem ausgefeilten Businessplan.

Ursprung der Idee (Wien, Heuriger, Art On Screen)

Die Grundidee entstand Mitte der 2000er-Jahre bei einem Heurigen in Wien. Ich saß mit Freunden „Michi & Petra“ zusammen. Ein Bekannter am Nebentisch erzählte, dass er Postkarten male. Ich fragte ihn, was er mit seinen Bildern mache und wo er sie verkaufe. Eine wirklich überzeugende Antwort bekam ich nicht.

Also sagte ich sinngemäß: „Stell die Bilder doch auf eine Website und verkaufe sie für einen Euro als Download. Ein Euro ist nicht viel. Aber wenn 100.000 Menschen ein Bild herunterladen, sind es plötzlich 100.000 Euro.“ Der Künstler wollte davon nichts wissen. Meine Freunde sahen das anders: „Peter, dann mach Du das.“ Eigentlich wollte ich nur einen Tipp geben. Doch die Idee blieb.

Mag. (FH) Peter Bono ist Herausgeber von Art On Screen und Gründer von Bono Media. Er arbeitet seit mehr als 25 Jahren in den Bereichen Online-Marketing, Medien, Sales und digitale Kommunikation. Mit seiner Plattform verbindet er Kunst- und Kulturjournalismus mit datengetriebenem SEO- und Content-Marketing. SEO Evergreen Content,
Mag. (FH) Peter BONO, Inhaber Bono Media, Publisher Art On Screen

Von der digitalen Galerie zum internationalen Kunstmagazin (Case Study Wien)

Einige Jahre später, als ich erstmals ernsthaft über die Selbstständigkeit nachdachte, entstand daraus die Plattform Art On Screen. Die ursprüngliche Vision war größer als ein reines Online-Magazin: Junge und noch wenig bekannte Künstlerinnen und Künstler sollten ihre Werke international präsentieren. Hochwertige, limitierte Reproduktionen sollten direkt online bestellt werden. Produktion und Versand hätten spezialisierte Partner übernommen. Die Vision dahinter war einfach: In jedem Haushalt der Welt ein Kunstwerk von Art On Screen.

Flexibilität im Digital Publishing: Warum sich Web-Projekte dynamisch entwickeln

Der geplante Online-Shop wurde damals nie umgesetzt. Art On Screen hingegen schon. Aus der ursprünglichen Online-Galerie entwickelte sich im Laufe der Jahre ein digitales Magazin für Kunst, Kultur und Information. Heute erreicht die Plattform Leserinnen und Leser in mehr als 80 Ländern; Deutschland, Österreich und die USA zählen zu den stärksten Märkten.

Rückblickend ist das für mich eine der interessantesten Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten Digitalarbeit: Ein Projekt muss sich nicht exakt so entwickeln, wie es ursprünglich geplant war, um erfolgreich zu sein. Manchmal ist die Abzweigung interessanter als der ursprüngliche Weg.

Warum Evergreen Content im SEO keine Halbwertszeit hat

Als Online-Marketer habe ich früh gelernt, dass Reichweite gekauft werden kann: Banner, Display Advertising, Google Ads oder Social Ads. Sobald das Budget ausgeschaltet wird, ist aber meistens auch die Reichweite weg. Guter Content kann vollkommen anders funktionieren. Ein Artikel, den ich heute veröffentliche, kann morgen gelesen werden – aber möglicherweise auch in fünf oder zehn Jahren. Art On Screen liefert dafür inzwischen genügend eigene Praxisbeispiele für Evergreen-Content.

Evergreen Content Fallbeispiel: 27.800 organische Aufrufe für „Die Windsbraut“

Der Beitrag über Oskar Kokoschkas Gemälde „Die Windsbraut“ wurde bereits 2019 veröffentlicht. Bis heute weist allein die interne WordPress-Statistik rund 27.800 Aufrufe aus.

SEO-Case-Study: Google Search Console Insights & organische Klicks

Noch interessanter ist der Blick in die Google Search Console: In den vergangenen 16 Monaten erzielte allein die Suchanfrage „Die Windsbraut“ knapp 9.900 Google-Impressionen und mehr als 500 Klicks. Darüber hinaus wurde der Artikel „Die Windsbraut“ über 900-mal auf Social-Media-Plattformen geteilt. Auch zeitlose Begriffe wie „Edith Harms“, „Egon Schiele Ehefrau“ oder „Wally Neuzil“ bringen Jahre nach Veröffentlichung kontinuierlich organische Sichtbarkeit.

Das ist SEO Evergreen Content in seiner praktischsten Form. Nicht der Veröffentlichungszeitpunkt entscheidet allein über die Lebensdauer eines Inhalts. Die Frage ist, ob Menschen auch morgen noch danach suchen.

Fallbeispiel: 6 Millionen organische Views via YouTube

Ein noch deutlicheres Beispiel für nachhaltige Reichweite liefert Video-Content. Im Umfeld des Egon-Schiele-Gedenkjahres 2018 entstand ein Art-On-Screen-Video über Schiele und das Leopold Museum. Heute steht dieses Egon Schiele Video bei mehr als 6,1 Millionen Aufrufen.

Warum das Video funktioniert (3 Faktoren)

Sechs Millionen Menschen erreicht man nicht dadurch, dass man einmal einen Facebook-Post absetzt. Hier wirken mehrere SEO-Faktoren zusammen:

  1. Thematische Relevanz: Hohes, dauerhaftes Suchinteresse am Künstler.
  2. Plattform-Synergie: Die Verknüpfung von Google-Suche und dem YouTube-Empfehlungsalgorithmus.
  3. Langfristige Auffindbarkeit: Optimierte Metadaten, die den Inhalt über Jahre hinweg auffindbar machen.

Deshalb verwende ich seit Jahren gerne den zugespitzten Satz: Content is King – SEO is Queen. Guter Inhalt ohne Sichtbarkeit bleibt unentdeckt. SEO ohne guten Inhalt funktioniert nur kurzfristig. Nachhaltiger digitaler Erfolg entsteht dort, wo beides zusammenkommt. Möchten Sie Evergreen-Potenziale für Ihre eigenen Videos und Texte aufdecken?

Second Screen Effekt: Wie TV-Ausstrahlungen den Online-Traffic maximieren

Die „Windsbraut“ hat mir noch ein weiteres Phänomen gezeigt.

ORF Millionenshow → Traffic-Peak 2022

Eines Montag-Abends 2022 lief im ORF2 die „Die Millionenshow“ mit Armin Assinger. Eine Quizfrage bezog sich auf das berühmte Gemälde von Kokoschka: Wer malte das Gemälde mit Alma Mahler-Werfel? Die Antwortmöglichkeiten: Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, oder Richard Gerstl?. Ich saß mit dem Smartphone vor dem Fernseher und beobachtete parallel die Live-Zugriffe auf Art On Screen.

Der Traffic begann sprunghaft anzusteigen. Die erhaltenen Statistiken zeigen einen unübersehbaren Peak im Jahr 2022; allein die WordPress-Statistik weist für dieses Jahr mehr als 6.200 Aufrufe des Windsbraut-Artikels aus.

Evergreen Content am Beispiel Die Windsbraut und Egon Schiele – die Fakten

Nachfolgenden Fakten basieren auf Quellen wie: Google Search Console, Auswertung September 2026, Zeitraum 16 Monate. Interne WordPress-Statistik Art On Screen, Stand September 2026. YouTube-Aufrufe, Stand September 2026.

Beispiel

Veröffentlichung

Ergebnis

Die Windsbraut

2019

>27.800 Aufrufe

Google-Suche „Die Windsbraut“

letzte 16 Monate

ca. 9.900 Impressionen / >500 Klick / >900 Social-Media-Shares

Egon-Schiele-Video

2018

>6,1 Mio. Views

Die Windsbraut / ORF-Peak

2022

>6.200 Aufrufe im Jahr

Offline + Online = Multiplikation

Die Erkenntnis dahinter ist digitalstrategisch extrem wertvoll: Offline- und Online-Medien sind keine Gegner. Sie multiplizieren einander.

  1. Aufmerksamkeit: Ein klassisches Medium (TV) erzeugt einen spontanen Impuls.
  2. Suche: Nutzer übersetzen diese Neugierde sofort in eine Google-Suchanfrage auf dem Smartphone.
  3. Absorption: Der bereits existierende, gut indexierte Content fängt diese peakartige Nachfrage ab.

Digitale Pionierarbeit: Wie klingt eigentlich Kunst?

Art On Screen war immer auch ein Experimentierfeld. Um 2010 entwickelten wir das Konzept „Art On Screen & The Sound of Art“. Die zentrale Frage lautete: Wie klingt Kunst? Bildende Kunst sollte nicht nur betrachtet, sondern progressiv mit Musik und digitalen Medien verbunden werden. In den damaligen Projektunterlagen wurde bereits über internationale digitale Verbreitung, mobile Nutzung und audiovisuelle Präsentationsformen nachgedacht.

Vieles davon wurde nie in der ursprünglich vorgesehenen Form umgesetzt. Heute leben wir allerdings in einer Medienwelt, in der Video, Musik, Animation und generative KI selbstverständlich miteinander verschmelzen. Manchmal verschwinden Ideen nicht – manchmal wartet nur die Technologie auf sie und dieser Artikel ist ein Anfang, ein Anfang für ein neues SEO in Wien-Projekt, dass sich mit Journalismus und Publizistik intensiv beschäftigen wird.

Generative KI und Search Generative Experience

Momentan erleben wir die nächste fundamentale Veränderung im Publishing. Viele Jahre lang war die Kette linear: Wir erstellen Inhalt, Google indexiert ihn, Menschen suchen und klicken sich auf die Website. KI-Systeme, AI Overviews und generative Suchformen verändern dieses Verhalten. Immer häufiger wird eine Frage direkt in der Suchoberfläche beantwortet, bevor der klassische Klick auf eine Website erfolgt (Zero-Click-Searches).

Für Publisher ist das eine existenzielle Herausforderung. Aber es bedeutet auch: Gerade jetzt wird ein eigenes, unabhängiges digitales Archiv überlebenswichtig.

Warum eigene Websites jetzt wichtiger werden

Wer seine Inhalte ausschließlich auf geschlossenen Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook veröffentlicht, baut sein digitales Haus auf fremdem Grund. Eine eigene Website bleibt der einzige Ort, an dem Inhalte strukturiert, aktualisiert, dauerhaft miteinander verknüpft und über Jahrzehnte unabhängig auffindbar bleiben.

Die 3 wichtigsten Learnings aus 18 Jahren Publishing

Aus 18 Jahren Art On Screen lassen sich drei fundamentale Kernkonzepte für modernes Content-Marketing ableiten:

  1. Agilität im Geschäftsmodell: Nicht jede gute Idee muss exakt so umgesetzt werden, wie sie ursprünglich gedacht war. Die Abzweigung ist oft erfolgreicher als das Ziel.
  2. Content als digitaler Vermögenswert (Asset): Zeitlose, tiefgründige Inhalte entwickeln über Jahre hinweg einen kumulierten Wert, der bezahlte Werbekampagnen (Ads) in Sachen ROI langfristig um Längen schlägt.
  3. Konstanz des Nutzerverhaltens: Technologien, Algorithmen und KI-Tools verändern sich rasant. Das menschliche Grundprinzip bleibt stabil: Menschen suchen Antworten, wollen Geschichten entdecken und Relevanz finden. Unsere Aufgabe im digitalen Raum ist es, die technische Infrastruktur bereitzustellen, damit sie es auch finden.

Fazit: Evergreen Content als langfristiger SEO-Wert

Und was wurde aus dem ursprünglichen Art-On-Screen-Shop? Die Idee von limitierten Kunstreproduktionen junger Künstler, international vertrieben via Print-on-Demand und automatisierten Logistik-Systemen, ist heute technologisch unkomplizierter denn je. Vielleicht war sie damals einfach ihrer Zeit voraus – und wartet im digitalen Archiv darauf, im passenden Moment reaktiviert zu werden. Der ursprüngliche Traum von der weltweiten digitalen Kunstgalerie hat sich verändert – doch die Mechanismen dahinter sind heute mächtiger denn je. Zeitlose Inhalte, kombiniert mit datengetriebenem SEO, schlagen teure Werbekampagnen langfristig um Längen. Wer heute ein unabhängiges, optimiertes digitales Archiv aufbaut, sichert sich die organische Reichweite von morgen.

Nutzen Sie das volle Potenzial Ihrer Website:

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Häufige Fragen zu Evergreen Content und SEO

Evergreen Content bezeichnet Inhalte, die über Jahre relevant bleiben und kontinuierlich organische Sichtbarkeit erzeugen können. Entscheidend ist nicht das Alter eines Beitrags, sondern ob Menschen dauerhaft nach dem Thema suchen. Eigene Daten von Art On Screen zeigen, dass einzelne Inhalte selbst sechs oder sieben Jahre nach Veröffentlichung noch regelmäßig Klicks und Google-Impressionen erzielen.

Evergreen Content behandelt Themen, nach denen Menschen dauerhaft suchen. Solange die Inhalte relevant, fachlich korrekt und auffindbar bleiben, können sie über Jahre organische Sichtbarkeit, Klicks und Reichweite erzeugen. Entscheidend ist daher weniger das Veröffentlichungsdatum als die anhaltende Suchnachfrage.

Beim Second-Screen-Effekt nutzen Menschen parallel zu TV, Streaming oder anderen Medien ein Smartphone, Tablet oder einen Computer. Wird dort ein Thema, eine Person oder ein Kunstwerk erwähnt, entstehen oft unmittelbar zusätzliche Suchanfragen. Bereits vorhandener und gut optimierter Evergreen Content kann diese kurzfristig steigende Nachfrage aufnehmen und dadurch deutlich mehr Traffic erzielen.

Aktuelle Ereignisse können älteren Evergreen Content plötzlich wieder stark in den Mittelpunkt rücken. TV-Sendungen, Ausstellungen, Jubiläen, Nachrichten oder Social-Media-Diskussionen erhöhen kurzfristig das Interesse an einem Thema. Bestehende Inhalte profitieren davon, wenn sie bereits gut ranken und die entstehende Nachfrage unmittelbar bedienen können.

Die Erfahrungen von Art On Screen am Beispiel „Die Windsbraut“ und „Egon Schiele“ zeigen, dass hochwertige Inhalte auch viele Jahre nach ihrer Veröffentlichung weiterhin organische Reichweite erzielen können. Einzelne Beiträge generieren langfristig Google-Impressionen, Klicks und Seitenaufrufe. Zusätzliche mediale Aufmerksamkeit kann diesen Effekt zeitweise noch deutlich verstärken.

Eigene Daten und praktische Erfahrungen schaffen Informationen, die nicht einfach aus bestehenden Online-Quellen zusammengefasst werden können. Sie erhöhen die Originalität, Nachvollziehbarkeit und fachliche Tiefe eines Beitrags. Für SEO, GEO und generative Suchsysteme können solche First-Party-Daten deshalb besonders wertvoll sein, weil sie konkrete Belege, neue Erkenntnisse und zitierfähige Informationen liefern.

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